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Welcher Bank noch vertrauen?

Rene Sip am Google+

21-12-2012


Diese Frage stellen mir Leser regelmäßig. Letzte Woche noch. Und ich kann diese Frage nicht beantworten. Erstens, weil wir nicht alle Jahresabrechnungen aller Banken weltweit durchforsten können.

Und zweitens würde ich, wenn ich die Jahresabrechnungen doch einsehen könnte, den von Banken veröffentliche Zahlen keinen Glauben schenken. Nehmen wir die Deutsche Bank doch einmal als Beispiel. Wenn Sie sich diesen Link ansehen, finden Sie auf Seite 16 die der DB publizierte Bilanz vom 30. September 2012.

Das Eigenvermögen der Deutsche Bank
Schauen Sie sich zuerst die Gesamtbilanz an. € 2.185.646.000.000 . Bzw. 2.186 Milliarden Euro. Bzw. gut 2,2 Billionen Euro.

Die DB ist somit größer als die gesamte deutsche Wirtschaft. Wie die deutsche Regierung eine Garantie auf Sparguthaben versprechen kann, ist mir ein echtes Rätsel. Aber dazu ein anderes Mal mehr…

Die DB gab ein Eigenvermögen (also Besitze minus Schulden) von 57 Milliarden Euro an. Und das sind lediglich 4,6% des Gesamtbesitzes der DB. Ein Verlust von 4,6% auf ausstehende Anlagen/Kredite würde also ausreichen, um das gesamte Eigenvermögen der DB auszulöschen.

Die offiziellen Zahlen sind meiner Ansicht nach nicht wirklich vertrauenswürdig. Dann schaue wir uns noch kurz den Besitz der DB an. Ich sehe dort die folgenden drei Posten. Alle drei sind meiner Ansicht nach Anlagen, die gemeinsam satte 58% der DB Gesamtbilanz ausmachen:

Trading Assets:  256 Milliarden Euro. 
Positive market values from derivative financial instruments:  806 Milliarden Euro.
Financial Assets designated at fair value through profit and loss : 203 Milliarden Euro.

Da frage ich mich drei simple Dinge:
Zu welchen Preisen stehen CDOs und RMBS (die wertlosen Hypothekanleihen) in der Bilanz?
Und südeuropäische Staatsanleihen?
Was passiert, wenn die DB irgendwann Kursverluste für die riesige Sammlung Staatsanleihen stecken hinnehmen muss, wenn der unvermeidbare Zinsanstieg auf selbige eintritt?

Und wie hoch wird der Verlust noch ausfallen, den die DB auf ihre ausstehenden (Hypothek)Kredite hinnehmen muss durch Hausbesitzer, die ihre Hypotheken nicht mehr anzahlen können, oder durch Unternehmen, die pleitegehen und ihre Kredite nicht abzahlen?

Zudem wissen wir noch, dass viele Banken einige Geschäfte off-balance sheet geregelt haben, bzw. nicht in die Bilanz aufnehmen. Derivate, wie z.B. Credit Default Swaps. Die Herausgeber selbiger (Banken) können damit enorme Verluste erleiden. Ich weiß nicht, ob die DB Dinge außerhalb der Bilanz belässt, aber ich glaube auch nicht daran, dass sie es nicht tut.

Mein Fazit:
Die Bilanz, wie in der Jahresabrechnung veröffentlicht, ist nicht besonders vertrauenerweckend, den 4,6% Eigenvermögen ist viel zu wenig. Zudem glaube ich nicht, dass die Zahlen, die die Besitztümer widergeben, den tatsächlichen Wert dieser Besitztümer widerspiegeln. Des Weiteren glaube ich nicht, dass eine Bank nicht doch irgendwo off-balance sheet -'Dinge' verbirgt.

Die DB ist nur ein Beispiel. Dieselben Fragen müsste man sich meiner Ansicht nach bei jeder anderen Bank auch stellen. Die veröffentlichten Zahlen sind schon schlecht, aber ich nehme der Bank auch diese, ohnehin schon schlechten Zahlen nicht ab.

Wie ich mit meinem Ersparten mache?
Zum Teil auf ein Goldkonto. Denn das ist nicht so risikobehaftet, wie Erspartes auf einem Bankkonto. Hinzukommt der Vorteil, dass man Gold und Silber in Schließfächern politisch stabiler Länder, wie der Schweiz oder Singapur aufbewahren lassen kann.

Und zum Teil beim weltweit günstigsten Broker. Er besitzt 15% Eigenvermögen und hat bereits bewiesen, dass er mit dem Geld seiner Kunden nichts Verrücktes anstellt.

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